Tedesco

Die Schule

Während ihrer über 150-jährigen Geschichte hat die Schule ganze Generationen von Brescia ausgebildet.
1860 wurde sie gegründet, wurde aber ab 1878 im heutigen Ort untergebracht. 1892 wurde sie nach der Dichterin Veronica Gambara benannt.
Nach einigen Reformen ist sie ab 2010 in drei Gymnasien geteilt: Fremdsprachen-, Musik- und Sozialwissenschaftengymnasium.

Die „Aula Magna“

Die „Aula Magna“ – auch Vestibulum der ehemaligen „Chiesa di Santo Spirito“ – liegt in der südöstlichen Ecke des Gebäudes. Einmal wurde dieser Ort als Turnhalle benutzt, wird aber heute für Konferenzen verwendet.
Während des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche in ein Benediktinerkloster einbezogen.
Die Verzierung der Kirche, die Giovanni Zanardi und Francesco Monti in Auftrag gegeben wurde, ist typisch barock.
Heute kann man die Gemälde und die goldenen Stuckarbeiten des Gewölbes, die das Symbol des Heiligen Geistes einrahmen, und einige Kapellen bewundern, die auf den mittleren Saal hinausgehen. Außerdem kann man in den Chor der Kirche eintreten.
Die ikonografischen Motive verweisen auf die Heiligen und die Tugenden. In den Medaillons sind die drei theologischen Tugenden und die vier Kardinaltugenden dargestellt worden. In der Mitte des Gewölbes ist die Krönung der Jungfrau, die rechts von Christus und links von Gott umgeben ist. Im Medaillon, das auf das Presbyterium hinausgeht, sieht Sankt Benedictus seine Schwester Scolastica an, die zum Himmel steigt.  

Die römische „Domus“

Die „Domus“, die in der Schule liegt, ist eines der bedeutsamsten Beispiele des römischen Bauwesens in Norditalien.
Obwohl sie im 1. Jahrhundert gebaut wurde, wurde sie erst 1921 entdeckt. Einige Teile sind verloren gegangen: Tatsächlich sind nur zwei Mosaikböden eines winterlichen Trikliniums und eines Tablinums zu sehen.
Die zwei Mosaikböden stellen Sterne, ein Schachbrett und rechteckige Motive dar. Die größten sind durch wiederkehrende schwarz-weiße „Matten“-Motive charakterisiert, die die kostbaren Modelle der öffentlichen Gebäude imitieren. Der Farbenkontrast ist sehr elegant. 

 

Veronica Gambara

Biographie

Veronica Gambara ist eine der berühmtesten Dichterinnen des 16. Jahrhunderts in Italien. 1485 wurde sie in einer vornehmen Familie in Pralboino – in der Nähe von Brescia – geboren.
Sie studierte Griechisch, Latein, Philosophie, Theologie, Literatur und – dank ihrer Freundschaft mit Isabella d’Este – Musik.
Sie schrieb Gedichte nach dem Modell Petrarcas.
Sie heiratete Gilberto X, den Herrn von Correggio, von dem sie zwei Kinder bekam. Nach dem Tod ihres Mannes (1518) kleidete sie sich nur noch in Schwarz und ließ die Verse von Dido, die ihrem Mann Treue schworen, in ihre Tür eingravieren.
Sie beschäftigte sich allein mit dem Haushalt von Correggio und der Zukunft ihrer Kinder: Sie wies viele Fähigkeiten auf und freundete sich mit wichtigen Leuten an – z.B. mit Karl V., der 1530 ihr Gast war.
Sie schrieb Gedichte. Anfänglich handelte es sich um Liebesgedichte, dann wurden die Themen religiös.
Sie starb am 13. Juni 1550.

Gedichte

Veronica wird als die Stammmutter der weiblichen Poesie des 16. Jahrhunderts in Italien gesehen.
Ihre Gedichte äußern innere Gefühle und behandeln verschiedene Themen wie Liebe, Leben, bekannte Ereignisse und Menschen, die Kontemplation der Natur und die Religion.
Sie unterhielt Korrespondenz mit den berühmtesten Literaten der Zeit – wie Bembo, Ariosto, Trissino und Bandello.





Liceo Veronica Gambara
Via Veronica Gambara 3
25121 Brescia (BS)
Tel. 030 3775004 - Fax 030/3776455